Ratgeber · aktualisiert am 30.09.2026

Kostenträgerdatei Pflege: Was drinsteht und warum sie so schwer zu lesen ist

Kurz gesagt: Die Kostenträgerdatei ist eine Datei des GKV-Spitzenverbands, die je Kassenart festlegt, wohin Abrechnungsdaten und Belege gehen – per KIM, per Datenaustausch oder auf Papier. Sie ist für Abrechnungsprogramme geschrieben, nicht für Menschen, und nennt viele KIM-Adressen gar nicht selbst.

Woher kommt die Datei?

Die Dateien stehen auf gkv-datenaustausch.de – für die Pflege (§ 105 SGB XI) und getrennt davon für die sonstigen Leistungserbringer (§ 302 SGB V). Je Kassenart (AOK, Ersatzkassen, BKK, IKK, Knappschaft, SVLFG) gibt es eine eigene Datei. Sie erscheinen quartalsweise, dazwischen kommen Nachträge; es gilt immer die neueste Fassung. Aktuell eingelesen: AOK (gültig ab 01.07.2026), Betriebskrankenkassen (gültig ab 01.10.2026), Knappschaft (gültig ab 01.07.2025), Ersatzkassen (gültig ab 01.07.2026), Innungskrankenkassen (gültig ab 01.10.2026), Landwirtschaftliche Pflegekasse (SVLFG) (gültig ab 01.10.2025).

Was steht drin?

  • Institutionskennzeichen (IK), Name und Anschrift jeder Kasse und ihrer Annahmestellen
  • welche Datenannahmestelle für welche Leistungsart und welche Übermittlungsart zuständig ist
  • die Papierannahmestellen für Belege
  • Übertragungswege: KIM, E-Mail, FTAM

Warum ist die KIM-Adresse so schwer zu finden?

  • Die Datei liegt im EDIFACT-Format vor – ein Datenformat für Programme, ohne Tabellen oder Überschriften.
  • Die KIM-Adresse steht nicht bei der Kasse, sondern bei einer Annahmestelle, auf die die Kasse verweist – oft ein Dienstleister, den sich mehrere Kassen teilen, und nicht zwingend für alle Leistungsarten derselbe.
  • Bei vielen Kassen steht statt einer Adresse nur „VZD“ – die Adresse liegt dann im nicht öffentlichen Verzeichnisdienst der Telematikinfrastruktur.
  • Mit jeder neuen Fassung können sich Zuständigkeiten und Adressen ändern.

KassenKIM nimmt Ihnen das ab: Wir gleichen die Dateien täglich ab und zeigen je Kasse und Leistungsart die passende KIM-Adresse zum Kopieren – zur Übersicht der Pflegekassen.

Alle Angaben ohne Gewähr: KassenKIM bereitet die offiziellen Kostenträgerdateien auf. Wie vollständig und aktuell sie sind, hängt davon ab, wie sorgfältig die Kostenträger ihre Einträge pflegen – wir suchen dazu den Austausch mit den Kassen.

Häufige Fragen

Wo kann ich die Kostenträgerdatei herunterladen?

Auf gkv-datenaustausch.de im Bereich Leistungserbringer → Pflege → Kostenträgerdateien (für § 105 SGB XI) bzw. Sonstige Leistungserbringer (für § 302 SGB V).

Wie oft erscheint eine neue Kostenträgerdatei?

Quartalsweise je Kassenart, dazu bei Bedarf Nachträge. Maßgeblich ist immer die neueste Fassung.

Steht die KIM-Adresse immer in der Kostenträgerdatei?

Nein. Bei vielen Pflegekassen steht statt einer Adresse nur „VZD“ – ein Verweis auf den Verzeichnisdienst der Telematikinfrastruktur, der nicht öffentlich einsehbar ist. KassenKIM zeigt Kunden mit Lizenz auch diese Adressen an.

Alle KIM-Adressen Ihrer Kostenträger – mit einem Klick kopiert

KassenKIM zeigt Ihnen die KIM-Adressen, IKs und Annahmestellen aller Pflegekassen – aus der offiziellen Kostenträgerdatei, ergänzt um die Adressen aus dem Verzeichnisdienst, mindestens quartalsweise geprüft. Bei Änderungen Ihrer Kassen bekommen Sie eine E-Mail. 300 € pro Jahr und Einrichtung.

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